Die Ernährung ist ein zentraler Faktor für die Herzgesundheit. Besonders gut untersucht ist die sogenannte mediterrane Ernährung, die reich an Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Fisch, Olivenöl und Nüssen ist.
In der bekannten PREDIMED-Studie (2013, über 7.000 Teilnehmer) konnte gezeigt werden, dass Menschen mit mediterraner Ernährung ihr Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Herz-Kreislauf-Tod um rund 30 % senken. Die günstigen Effekte beruhen vor allem auf einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, Ballaststoffen und Antioxidantien, die Entzündungen hemmen und die Gefäßfunktion verbessern. Demgegenüber erhöhen gesättigte Fette (z. B. in Wurst oder Butter), Zucker und stark verarbeitete Lebensmittel das Risiko für Arteriosklerose.
Schon kleine Veränderungen im Alltag – etwa weniger tierische Fette, dafür mehr pflanzliche Öle, Nüsse oder Hülsenfrüchte – können das Herz spürbar schützen. Wichtig ist außerdem ein bewusster Umgang mit Salz, da eine salzarme Ernährung direkt den Blutdruck senken kann. Wer langfristig gesunde Essgewohnheiten etabliert, profitiert nicht nur kardiologisch, sondern auch für Gewicht, Zuckerstoffwechsel und allgemeines Wohlbefinden.