Ratgeber

Bauchumfang – mehr als nur eine Zahl

Nicht nur das Körpergewicht, sondern auch die Fettverteilung ist entscheidend. Bauchfett (viszerales Fett) wirkt wie ein „Hormonorgan“: Es setzt Botenstoffe frei, die Entzündungen verstärken, Insulinresistenz fördern und das Risiko für Bluthochdruck, Diabetes und Arteriosklerose erhöhen.

In der INTERHEART-Studie (2004, über 27.000 Teilnehmer aus 52 Ländern) wurde gezeigt, dass ein großer Bauchumfang ein stärkerer Risikofaktor für Herzinfarkte ist als der Body-Mass-Index (BMI). Männer sollten einen Bauchumfang unter 102 cm, Frauen unter 88 cm anstreben.

Regelmäßige Bewegung, eine gesunde Ernährung und Zucker- sowie Alkoholverzicht sind besonders wirksam, um Bauchfett zu reduzieren. Besonders effektiv ist eine Kombination aus Ausdauer- und Krafttraining, da dadurch nicht nur Kalorien verbrannt, sondern auch Muskelmasse aufgebaut wird. Ein gesunder Bauchumfang senkt nicht nur das Herzrisiko, sondern verbessert auch Blutzucker- und Blutfettwerte.